Surf and Turf auf Bayrisch!

Langsam wird’s draußen wieder ein bisserl kälter und die
ersten Blätter fallen von den Bäumen. 

Es wird Herbst und da es a bisserl kühler
wird, zieh ich meinem heutigen Schmankerl einfach mal einen Mantel an, nämlich
einen Brotmantel.

Und da ich mit dem Sommer noch nicht so richtig abschließen
kann, gibt’s a bisserl von allem: 
Ein Bayerisches Surf and Turf sozusagen.

Kalbsvögerl mit
Reherl und Garnelen gefüllt im Tramezzini Brotmantel.

Das ist gar ned so schwer, glaubt´s mir, das bekommt Ihr auch
daheim hin.

Die Zutaten sind
gleich erklärt
:

Für 4 Personen braucht man

4x 130g Schnitzerl aus der Kalbsoberschale (dünn plattiert)

300g Reherl (Pfifferlinge, für die Nicht-Bayern unter Euch)

350g Riesengarnelen

4 Schalotten (geschält und in Würfel geschnitten)

80g Landschinken

4 Scheiben Tramezzini- Brot

1 Ei

Salz, Pfeffer aus der Mühle

Und natürlich Öl zum Braten und Butter für den Geschmack 🙂

Aber was machen wir da eigentlich heute? Und was um Himmels Willen sind Kalbsvögerl? Ist das überhaupt Jugendfrei?

Die Fragen sind berechtigt, Kalbsvögerl sind kleine
Kalbsrouladen, man kennt es auch als „gewickeltes Kalbfleisch“. Ganz genau
kommt die Bezeichnung von ausgelöstem Kalbfleisch aus der Hachse. Da dieses von
seiner Größe her wie ein kleines Vogerl ausgesehen hat, bekam es im Laufe der Zeit
diesen Namen. Aber jetzt genug gschafftelt, wir legen los!

Zuerst einmal schneiden wir unsere Reherl und die Schalotten in
kleine feine Würfel, die wir anschließend sehr heiß anbraten.

Hierzu ein kleiner Tipp: Wenn man Schwammerl anbrät, sollte
die Pfanne immer vorher rauchen, bevor Ihr die Pilze in die Pfanne gebt. Ist die
Pfanne nämlich zu kalt, beginnen die Pilze zu kochen, da sie einen sehr hohen
Wassergehalt aufweisen.

Anschließend stellen wir unsere Pfanne auf die Seite und
beschäftigen uns schnell mit unseren Garnelen.

Die Garnelen werden kurz gewaschen, dann geschält und der
Darm an der Oberseite der Garnele entfernt. Das dauert nicht lange und ist auch
schon der letzte Schritt der Vorbereitung, bevor es ans Wickeln unserer Roulade
geht.

Hierzu legen wir unsere dünnen Kalbsschnitzerl auf eine
Arbeitsfläche, würzen diese mit Bergsalz und Pfeffer aus der Mühle und belegen sie jeweils mit einer oder auch zwei Scheiben Landschinken.

Darauf geben wir nun unsere Pilzwürfel.

Tipp: Wenn Ihr Kalbabschnitte haben solltet, könnt Ihr daraus
natürlich ein bisserl Brät machen und mit unter die Masse mischen, das macht
das Ganze ein bisserl kompakter.

Auf die Schwammerl geben wir nun unsere Riesengarnelen und wickeln das Kalbfleisch ein.

Das würde eigentlich schon reichen, denn man könnte es jetzt
so braten und genießen.

Aber es fehlt ja noch unser Tramezzini- Brotmantel.

Tramezzini Brot kommt aus Italien und ist entrindeter
Sandwichtoast, der längs in Platten geschnitten wird.

In unserem Fall ist dieser super geeignet, um unseren
Brotmantel zu machen. Dafür rollen wir ihn mit einem Nudelholz noch ein bisschen
aus, platzieren darauf unser Kalbsvögerl und rollen das Ganze ein. 

Die Enden noch
mit ein bisschen Eistreiche bepinseln, dann geht unsere Rolle beim Braten auch
nicht auf.

Jetzt braten wir unser Schmankerl in der Pfanne an und
vollenden es bei 160C° für  ca.12-15 min
im Ofen.

In der Zwischenzeit noch ein paar Garnelen gebraten, denn
schön anrichten wollen wir es ja auch noch; in meinem Fall gebe ich ein bisserl
Kürbispüree und ein paar angebratene Pfifferlinge dazu.

Und fertig ist unser Bayrisches Surf and Turf.

So könnt Ihr Euren Lieben immer eine Freude machen, ein
Glaserl Wein dazu und dann heißt es nur noch genießen.

Apropos genießen, das werde ich jetzt auch tun, ich wünsche Euch einen wunderschönen Spätsommer,

bleibt´s brav und bis bald,

Euer

Alexander Reiter

2 Kommentare zu „Surf and Turf auf Bayrisch!“

  1. Lieber Herr Reiter, lieber Alex, ich find deinen Blog super!! Danke für die tollen Tips und ich werd nie wieder meine Schwammerl zum kochen bringen… 🙂 Sehr nett gschrieben, merci, bleib bayrisch !!!

    Petra E. aus Ö…;)

    1. Alexander Reiter

      Liebe Petra,vielen Dank für das Kompliment, des gfreit mi!Ja,so ist des mit den Schwammerln.Die mögen's, wenn's heiss hergeht:-)

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