Megatrend Street Food in aller Munde!

Megatrend Street Food – in aller Munde!

Street Food ist ja
momentan sprichwörtlich in aller Munde. Aber was ist denn eigentlich dran am
Megatrend und woher kommt der Hype um den schnellen Snack?

Street Food gibt es eigentlich schon immer. 

Überall da, wo
Menschen arbeiten und feiern, leben und es sich gut gehen lassen.

Entstanden ist 
Street Food wohl auf den kleinen
Märkten an den einfachen Ständen der
Händler am Straßenrand, schon lange bevor wir uns darüber Gedanken gemacht
haben.

In Asien beispielsweise finden Sie in jeder Stadt die
kleinen rollenden Garküchen, an denen Ihnen die frischen Köstlichkeiten
zubereitet werden.

Das geht dann von kandierten Früchten über frittierte
Speisen, Nudeln und allerhand Fleischgerichten. Meist sind die Gerichte sehr
lokal und eben immer speziell auf die
Bedürfnisse der Kundschaft abgestimmt.

So findet man in einigen Regionen Insektenspieße genauso auf der Karte, wie frisches, gebackenes Obst.

Wenn´s der Kunde wünscht, wird´s gemacht. Angebot und
Nachfrage bestimmen das Geschäft und die Geschmäcker sind ja bekanntlich
verschieden.

Im Orient sind die Street Food Stände eine der
Anlaufstellen für die Menschen und es bilden sich Trauben an den Ständen und
auf den Basaren. Nicht nur um zu Essen, nein, das soziale Leben und der Plausch
mit dem Nachbarn wird gleich noch mit erledigt.

In Zentralafrika wird gerne auch am  Straßenrand die Ware angeboten und erreicht so ihre Kunden. Grundsätzlich wird überall
verkauft was da ist; von Bushmeat bis zum Hirsebrei.

Doch das Interessante daran ist die Vielfalt. Köche, wie ich, können nie an einem Stand vorbeigehen und ich muss einfach in die
Töpfe schauen. Wenn die Mama in der Karibik am Straßenrand allerhand
Zutaten in ihrem Topf zubereitet, der
über einem Ölfass köchelt, kann ich einfach nicht anders, als stehen zu bleiben und zu probieren; nicht immer zur Freude meiner Frau.

So hat jedes Land seine ganz eigene Street Food Kultur möchte
ich schon fast sagen, die für mich auch
ein bisschen die Identität und Lebensfreude der jeweiligen Region
wiederspiegelt.

Doch eines haben alle gemeinsam, es muss schnell gehen und
schmecken. So ist dieser Trend eigentlich wie für unsere Zeit gemacht, obwohl
er schon viel älter ist, als der Schlips tragende Banker an der Ecke, der
schnell mal was auf die Hand essen möchte.

Serviert wird meist in Schalen, Schüsseln oder auf Blättern.
Bevorzugt werden Schälchen aus Papier oder Pappe hergenommen oder man bekommt
die Speisen auf Holzspießchen angeboten.

Nach einer Studie der FAO aus dem Jahre 2007 ernähren sich
täglich bis zu 2,7 Milliarden Menschen mit Street Food, was wohl mehr als
beeindruckend ist, denke ich.

Letzte Woche hatte ich auch mal die Möglichkeit ein bisserl
Street Food zu machen, was mir sakrisch viel Spaß gemacht hat. Mit den tollen
Kollegen von Chefs Culinar ging es beim „Münchner Streetfood Day“ am
Nockherberg so richtig zur Sache. 

Hier war ein richtiger Markt aufgebaut und an
den einzelnen Ständen wurde gebruzelt, was das Zeug hält.

Ich durfte an diesem Tag als Gast Koch a bisserl
mitwurschteln und hab natürlich das Ganze a bisserl Bayerischer interpretiert. 

Bei mir gab es Bavarian Crossover mit einen Kalbsbackerl-Burger mit Spargel
und Australisches Flank Steak mit Zwiebelmarmelade und  Kräuter-Bergkäseknödel.

Und so wurde hier richtig Gas gegeben. Surf and Turf Rolls
und Indien Pulled Lamb in Chapati Brot oder Pastrami von der Rinderbrust, alles
in kleinen Portionen, wo man gerne nicht nur eine von „probierte“.

Es war ein wunderschöner Tag und ich hatte eine Menge Spaß.
Vielen Dank nochmal an die Kollegen von Chefs Culinar, die mit viel Liebe zum
Detail und tollen Ideen diesen Event auf die Beine gestellt haben. Ihr rockt
Leute!

Wer auf der Welt unterwegs ist, sollte sich auch mal trauen,
in die Töpfchen am Straßenrand zu schauen, denn vielleicht findet er gerade
hier den unvergesslichen Geschmack.

In diesem Sinne, liebe Schlemmerlinge, bleibt neugierig und
hungrig,

Euer

Alexander Reiter

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