Mein Leben mit (m)einem Gott in Weiß!

Mein Leben mit (m)einem Gott in Weiß!

                                          Auf dem Fischmarkt. Fische links, und rechts und wo ist mein Mann schon wieder?

Sollte ich mein Leben mit meinem Mann in 3 Worten
beschreiben, so würden diese wohl wie folgt lauten: interessant,
abwechslungsreich & gewichtsbeeinflussend- leider zum schlechteren
J

Nichts hätte mich wohl auf die letzten 17 Jahre an der Seite
dieses kreativen, ambitionierten und ab und an etwas schlampigen (zumindest
daheim) Menschen vorbereiten können, aber ich bereue keine Sekunde davon.

Ich erhalte Tag für Tag neue Einblicke in die Kunst des
Kochens – was meine Fähigkeiten in dieser Richtung zum Leidwesen meines Mannes
nur bedingt positiv beeinflussen und ich bin in der glücklichen Lage, die
exotischsten Lebensmittel probieren zu können. Aber
e
inigen Ideen kann ich dann doch nur mit eingeschränkter Freude
gegenüber stehen –  glauben Sie mir, es
gibt schöneres, als morgens um 5.00 Uhr mit leerem Magen in Tokio auf dem
Fischmarkt zu stehen. Und dann musste er auch noch anfangen, allerlei Muscheln
und was weiß ich was in sich hinein zu futtern! „Hallo – es bewegt sich noch!“ Aber
selbst wenn ich von manchen der Köstlichkeiten den Namen nicht mal aussprechen
kann, ich bin froh, all diese Dinge erleben zu können.

Unvergessen sind die Momente, bei denen er mit gefühlten
30 Kg diverser Würste heimgekommen ist und ich alle probieren musste, wobei ich
wiederholt festgestellt habe, dass ich keine Pferdeknacker mag. Tja, so ist das halt bei uns.

 Ach ja und meist essen wir
auch ca. 5 Tage nach Weihnachten noch vom Menü, weil anscheinend ist es nicht
so einfach für lediglich ein paar Leute zu kochen.

Ein weiterer Klassiker war der Knödeltest meines geliebten Extremkochs.
Als gebürtige Rheinländerin gibt es für mich eh nur Kartoffelknödel und auch an
diesem Tag war ich zum wiederholten Male froh, dass Gott die Spülmaschine erfunden hat. Töpfe
überall, Teller, Geschirr. Mit der Hand würd ich da wahrscheinlich heute noch
spülen.

Auch Diskussionen, wie z.B. ob man Kartoffelsalat nun mit
Mayonnaise oder Essig-Öl anmacht, sind nicht selten und führen oft zu
ausgiebigen Geschmackstests und Gesprächen über kulturelle Unterschiede und
Rezepte.

Ich könnte unendlich über Produkttests philosophieren oder
weiter aus dem Nähkästchen plaudern, aber ich möchte ja nicht in Zukunft in
einem Zelt im Garten übernachten:-)

Alles in allem bin ich ja sehr glücklich mit meinem Mann. Er
ist immer für mich da & und geht für mich auch durch dick und dünn; wir
ergänzen uns perfekt und daher stehe ich seinen kulinarischen Eskapaden und
seiner Liebe zum Beruf immer offen und mit einem Lächeln gegenüber. Und oft
profitiert er auch von meinen beruflichen Erfahrungen, mit denen ich ihm schon
ab und an das Arscherl habe retten können.

Liebe Leser, ich hoffe, meine Einblicke haben Sie ein wenig
unterhalten und amüsiert. Das nächste Mal lesen Sie dann wieder die
kulinarischen Ausführungen meines Mannes. Aber nicht vergessen „Nur ein Koch kann eine Frau richtig glücklich
machen“,

In diesem Sinne,

Ihre Nicole Savels

1 Kommentar zu „Mein Leben mit (m)einem Gott in Weiß!“

  1. Ja, so ähnlich hab ich mir das Leben mit Dir vorgestellt, lieber Alexander^^. Du hast großes Glück mit einer geduldigen Frau verheiratet zu sein^^. Und das mit den Knödeln wird auch noch 😀

    Herzlichen Dank, liebe Nicole, für den lustigen, informativen Blogbeitrag, der war richtig gut und hat richtig Spaß gemacht beim Lesen… Nicht umsonst ist der Schlemmerblog München so gut besucht, es geht halt beim Essen nicht nur ums Essen… Viele Grüße vom Schlemmeronkel

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