Von Platzerln, Mongolen und meiner Frau!

Von Platzerln,
Mongolen und meiner Frau!

Wenn man es genau nimmt, dann hat sich eigentlich nix
geändert seit, ich das erste Mal Platzerl gebacken hab. Okay, beim ersten Mal
war es nur eine Sorte und ich war, glaub ich 5 oder 6 Jahre alt, aber ausgeschaut
hat´s genauso. Ich meine in der Küche, nicht die Platzerl. Wie beim Angriff der
Mongolen, vogelwuid. Schüsseln, Bleche, Mehl und Puderzucker überall.

 Na, ich
glaub ja, das es daran liegt, dass ich in der Arbeit ja immer alles in die
Spüle bringen kann und es schwupp wieder sauber im Regal steht. (an diesem
Punkt mal ein Danke an die fleißigen Spüler –Merci!) Aber dahoam ist da halt
niemand und ich mach halt jetzt auch mehr als eine Sorte. Meine Frau hat
sich grad verabschiedet mit den Worten “ Schau du, dass der Saustall wieder weg
ist, wenn ich zurück komm, sonst bewerf ich dich mit deinen Platzerl“. Nicht nett,
der Druck wächst, was tun?

 Mehrere Möglichkeiten stehen jetzt zur Auswahl:  ich lass alles, wie es ist und hoff auf die
Heinzelmännchen( sehr
unwahrscheinlich, dass die helfen, war beim letzten Mal auch ein Reinfall). Ich
könnte alles in den Küchenschränke verstecken, um dem Zorn meiner Frau zu
entgehen, aber irgendwann findet sie es doch. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass
ich jetzt aus dem Haus geh und das Problem geht irgendwie von selbst weg und ich
komm mit Blumen heim oder so – Info an mich: Nächstes Jahr mach ich meine
Platzerl definitiv wieder in der Arbeit.

 Aber schön sind sie geworden;
Vanillekipferl, Mürbteiggebäck, Makronen und a paar Zimtsterne. Einfach schee. Was sich
auch nicht geändert hat, ist, dass ich
immer noch den rohen Teig ess und  ich
noch immer Bauweh kriag danach. Aber des gehört irgendwie dazu, find ich.
Anders als früher  trink i jetzt an
Glühwein dazu und koanen  Früchtetee
mehr, aber irgenwas muas ja anders sein.

Was mich immer noch fasziniert, ist
die Tatsache, dass egal wie viele Platzerl ich back, am Weihnachtsabend nie
welche übrig sind. Und Ende Dezember 
immer ein paar Kilo mehr bei mir drauf und auf dem Display meiner Waage dann
immer erscheint „Nur einzeln draufstellen“. Was das wohl zu bedeuten hat, und ob
es da einen Zusammenhang gibt? Hmmmm, mal nachdenken und Plätzchen essen. Oh
blöd, ich hab ja immer noch nicht abgespült! Jetzt aber schnell, bevor mich der
Zorn des Khan trifft 🙂

Ich wünsche Ihnen fröhliches Plätzchen backen,

Ihr

Alexander Reiter

4 Kommentare zu „Von Platzerln, Mongolen und meiner Frau!“

  1. Weihnachten fängt für mich erst richtig an wenn die Platzerl im Ofen sind und das ganze Haus duftet. Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit 🙂 !!!

  2. Mein Vater macht immer sauber, und die Mama kocht und backt ganz kreativ. Und alle essen die Plätzchen. Und der Hund ist ganz wild auf Vanillekipferl – der hat schon mal eine ganze Schüssel gefressen, als keiner hingesehen hat. Dem war zwei Tage lang übel.

  3. Wenn ich die Möglichkeiten hätte, ich würde meine Schüssel und Backbleche auch in der Arbeit spülen lassen, Backen macht ja Spaß aber die Küche wieder in Normalzustand zu bringen ist dann weniger spaßig.Mach weiter so Der Blog ist immer wieder lustig.

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