Von Schinkenspeck zu Speck weg!

Von Schinkenspeck zu Speck weg!

Das neue Jahr ist gerade ein paar Tage alt und schon scheint
grad mal wieder die ganze Welt verrückt zu werden.  In den Medien hat sich da ganz schnell das Erscheinungsbild
der Werbung um 180 Grad gedreht, von Schinkenspeck auf Speck weg und alles was
man nun hört ist “Ach wissen Sie, aber nur a ganz kleine Portion. Ich bin am
Abnehmen und bitte a Glaserl Wasser für meine Schlankheitsdragees“. Hallo! Wenn
man ned so fui Platzerl und  Ganserl in
sich reinschlingt, wie die alten Römer, braucht man auch keinen TV Guru, der
einem sagt: „ich mach dich sexy.com“. Dabei hat der Typ nicht mal Haare.
Erschreckende Gesellschaft in der wir da leben.

 Früher hieß es immer alles in Maßen.
Scheint heut jeder vergessen zu haben, eher alles maßlos und dann wollen wir
natürlich trotzdem Größe 36. Im Moment haben da jetzt wieder die
Schlankheitspillen Hochkonjunktur, die Kohlehydrataufnahme reduzieren und
Fettbinden und was weiß ich nicht was. Es weiß zwar wieder mal keiner, was da
drin ist aber, „Auf dem Packerl steht drauf, das es mich schlanker macht, dann
wird´s schon stimmen“. Da sollte eigentlich „Saublöd“  draufstehen, wenn Ihr mich fragt. Es ist
leider immer noch so, dass wir uns viel zu wenig mit unserer Ernährung  und unserem Körper beschäftigen und das öffnet
der Industrie und diversen Quacksalbern Tür und Tor. Jeder anständige Mediziner
wird einem von dieser Pillenkur abraten und eine ausgewogene Ernährung mit Sport  empfehlen.

Aber wir versuchen ja immer den
leichten Weg zu gehen. Klar ist ja einfachen auf der Couch a Fett weg Pille zu
schlucken, als einmal um den Block zu laufen. Komisch ist nur, beim Neujahrs-Sale,
wie man  so neudeutsch sagt, können Sie
dann plötzlich wieder durch die Kaufinger Strasse flitzen, wie die jungen Rehe,
Ein Wunder!

Im Restaurant werden die Köche langsam alle irre, weil jeder
Zweite plötzlich Kohlehydratreduziert essen will oder einfach mal so sein Essen
selber zusammenstellt. „Einmal den Salat – aber bitte ohne Dressing und ohne
Fleisch und ohne Eier und Sprossen und bitte lassen sie die Croutons weg“. Okay,
also einmal den Putensalat ohne Pute und allem was so drauf ist, also
Eisbergsalat ohne Dressing, wird gemacht.

Tja, und dann gibt´s jetzt da ja noch die Flexitarier (Ich
erspare mir einen Kommentar), die sich wie durch ein Wunder nach den Feiertagen
verdreifachen und es auch nicht einfacher machen. Hauptsache individuell so
scheint´s.

 Also mal ehrlich,
sind wir denn schon so degeneriert, dass wir gar nicht mehr mitbekommen, dass
wir uns mediengesteuert genau so verhalten, wie von uns gewünscht. Es lebe der
Konsument; man muss es ihm nur vorbeten in TV und Co und schon kauft er es.
Wahrscheinlich würden wir uns auch mit Katzenfutter einreiben, wenn uns einer
sagt, dass man davon eine schöne Haut bekommt. Ich weiß, ist nicht schmackhaft
und auch nicht schön, aber leider geht´s in die Richtung.

 Ich bin der Meinung,
dass wir alle etwas bewusster mit uns und unserem Körper umgehen sollten und
hier ist die Ernährung einer der wichtigsten Faktoren. Wenn irgendein Dr.
Firlefanz im Fernsehen sagt „Unser Produkt ist die Revolution in der
Schlankheitsbranche“, dann muss das nicht die Wahrheit sein. Scheinbar glauben
wir jetzt ungefragt alles, was uns das Fernsehen sagt, ist ja echt traurig.

Finden
Sie doch mal für sich heraus was für Produkte Sie so kaufen und hinterfragen
Sie diese mal ohne wenn und aber. Da wird Ihnen beim einen oder anderen Mal
auffallen, dass Sie sich nur überteuertes Pflanzenkonzentrat oder  Kräuterextrakt gekauft haben. Ein schöner
Blattsalat mit Avocado und Artischocken hätte in vielen Fällen den gleichen
Effekt gehabt.

Es geht hier um unsere Gesundheit, das höchste Gut, dass wir
haben, da sollten wir kritischer sein. Seit hunderten von Jahren preisen fahrende
Händler „Wundermittel“ für allerlei Dinge an. Heutzutage nennt man das Commercial
 und ist nichts anderes, aber reinfallen
tun wir immer noch so, wie früher.

Gibt mir doch zu denken, denn wenn wir alles glauben und nichts mehr hinterfragen, dann legen wir die
Verantwortung für unsere Gesundheit  in
die Hände von Geschäftemachern.

 Also ich geh jetzt ne runde Joggen, denn von
Nix kommt Nix und wenn a paar Pfunde übrig bleiben, was soll´s, solange ich
mich wohlfühle, oder?

Bleiben Sie gesund,

Mit kulinarischen Grüßen,

Alexander Reiter

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top