Weihnachtsmann und Co.- die ganz besondere Liefer-Crew!

 

Es war wieder Weihnachtszeit und hier am Nordpol war die
Landschaft in helles Weiß getaucht. Die Äste der Bäume bogen sich durch die Last
des Schnees.

Es war ein majestätischer Anblick, der auch Santa Claus, das
Cristkindl und die Krampusse jedes Jahr auf´s Neue verzauberte.

Wie jedes Jahr trafen sie sich bei Santa, um dann gemeinsam
in seinem Schlitten die lange Reise vom Nordpol in die Welt zu machen und da
Santa nun mal den Schlitten hatte, war das eben das Naheliegendste, sich bei
ihm zu treffen.

Und so standen sie nun alle vor seinem Haus im Wald und
tranken Glühwein, während Santas kleine Elfen Helfer all die Geschenke in
seinen Schlitten luden.

Die Rentiere wirkten ruhig und freuten sich auf die Reise,
allen voran Rudolf, dessen Nase wie wild blinkte.

Es war ein stilles Jahr gewesen und irgendwas war heuer
anders, doch da Santa und die anderen hier oben nicht gerade gesegnet waren mit
Nachrichten, war es nur so ein Gefühl, das so schnell, wie es gekommen war,
auch wieder verging.

Nachdem die Helfer nun alles aufgeladen hatten, stiegen alle
ein und los ging es, hinaus in die Welt.

Der Flug verlief ereignislos doch fiel dem Christkindl auf,
dass trotz Weihnachtszeit wahnsinnig wenige Menschen auf den Straßen und in den
Städten waren und Weihnachtsmärkte waren weit und breit nicht zu sehen.

Und so flogen sie nachdenklich weiter und waren etwas verdutzt,
dass sich dieses Bild überall wiederholte.

Wie immer legten sie auch dieses Jahr einen kleinen
Zwischenstopp beim Hansi ein. Da gab es eine super Brotzeit und einen spitzen
Kaiserschmarrn. Der Hansi war einer dieser Menschen, der sich sein inneres Kind
erhalten hatte, was ihm ermöglichte, den Zauber von Weihnachten immer noch
sehen zu können und so kehrten sie immer wieder gerne bei ihm in seinem
Wirtshaus ein, bevor die Arbeit los ging.

Doch heuer war das alles anders.

An der Tür konnten sie geschrieben lesen „Nur mit Mundschutz
eintreten“. „Hmmmm, da muss die Grippe die Belegschaft aber ganz schön erwischt
haben, wenn sie es schon an die Tür schreiben.“ sagte Santa und die anderen nickten
zustimmend.

Drin angekommen, kam sofort Hansi auf sie zu und sagte sehr
beschämt „Hallo Ihr Lieben, ich würde euch so gern bewirten, aber ich darf
nicht“. Bei diesen Worten stiegen ihm die Tränen in die Augen und er sagte
schniefend weiter „Aber ich habe Euch a paar Tüten mit Schmankerl fertiggemacht.“

„Ja was ist denn los, Hansi?“ fragte Santa mit mitfühlender
Stimme. Hansi wischte sich die Tränen aus den Augen und sagte „Mal echt Santa, Du
lebst wirklich am Nordpol, du bekommst ja gar nichts mit! Die Pandemie ist los,
wir dürfen nur Lieferspeisen anbieten und sonst ist soweit alles zu.“

Nachdem Hansi Santa und den anderen nun die ganze Geschichte
ausführlich erklärt hatte, war Santa sehr besorgt.

 „Aber dann darf ich
und das Christkindl ja auch nicht zu den Kindern und der Krampus und
Buttenmandl auch nicht.“

Hansi runzelte die Stirn und sagte „So geht´s uns allen im
Moment, Du hättest die Leute mal im April sehen müssen, da sind sie alle mit
Klopapier rumgelaufen!“

Santa schenkte Hansi einen verwirrten Blick, doch dieser
redete ohne Pause weiter „Also, es ist schwer die Menschen glücklich zu machen
als Gastronom dieser Tage, aber wir machen Lieferservice.  So halten wir uns über Wasser und wir können
den Leuten doch ein bisschen Freude vermitteln, denn wir verkaufen nicht nur Essen,
sondern auch Glücksmomente; das ist eben mal die Passion der Gastronomen.“

Und als Hansi so redete, kam Santa die zündende Idee. Es
würde zwar heuer keine Krampusläufe geben und Wintermärkte konnte er auch nicht
besuchen, doch mit dem Hansi Weihnachtsessen ausliefern, das konnte er sehr
wohl und schnell wie der Wind waren sie auch noch mit Rudolf und seinem
Schlitten.

Santa gefiel der Gedanke und Essen macht nun mal glücklich,
speziell in diesen Zeiten.

Und so schaute Santa den Hansi lächelnd an und sagte „Okay,
wir sind dabei, wir sind heuer Deine Lieferjungen, nun ja und Engel und Dämon, Rentier…
also halt Deine Liefer-Crew!!“

Und so entwickelten sie gemeinsam in Windeseile und mit
etwas weihnachtlichem Segen ein wirklich großartiges Liefersystem.

Dieses ermöglichte es Hansis Essen zu liefern und auch die
göttlichen Aufträge zu erledigen. Rudolf besorgte sich eine kleine rote
Lieferkappe, war wie in seinem Element und sah wirklich toll aus mit blinkender
Nase, Mundschutz und Kappe auf.

Auf den Flyern stand dann „Hier liefert neben Nikolaus auch Christkindl
und Krampus aus!“, was ganz gut ankam.

Das Christkindl verteilte so seine Geschenke als Goodie beim
Gänsebraten, bei den bösen Kindern schickte man den Krampus frei Haus,
sozusagen als Dessert und zu so manchem Politiker kamen das Buttenmandl und der
Krampus, die sie auch gleich im Sack mitnahmen.

Irgendwie entwickelten die beiden Winterdämonen dabei eine eigene
Energie und kümmerten sich auch gleich noch um einige Alu-hutträger und einen veganen
Verschwörungstheoretiker, der wohl zu lange mit dem Kopf an der Heizung
geschlafen hat.

Ihr frag warum? Ganz einfach, im Fall der Politiker, wenn
man den kleinen Unternehmern Hilfe verspricht und dann kommt nichts, eindeutig
ein Fall für den Sack. Und bei dem veganen Spinner und den Aluhüten erklärt es
sich wohl von selbst.

Ganz besonders am Herzen lagen ihnen aber die Senioren,
Kranken und all die Helfer. Hier legten sie besonderen Wert darauf, dass alles
passte und halfen auch den Köchen in den Krankenhäusern und Seniorenheimen ein
schönes Weihnachtsessen zu zaubern.

Diese Weihnachten waren anders bestimmt, doch entfachte
gerade diese Situation eine Welle der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, die
alles überstrahlte.

Und auch wenn dies nur eine Geschichte von mir war, Ihr könnt
dennoch heuer Euer Weihnachten zu etwas ganz Besonderem machen.

Es sind nicht die Geschenke oder der große Weihnachtsbaum, die
Weihnachten ausmachen, es ist allein Eure Lieben, die dem Fest den Zauber
schenkt.

Und neben Lieben ist Helfen wohl das schönste Verb auf der Welt.

Wir das Team vom Schlemmerblog München Herbert Hörnlein, Nicole
Savels und ich wünschen Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch
ins neue Jahr und bleibt´s uns gesund.

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de

www.schlemmerblog-muenchen.de

 

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